Die Eisenbahn

Die Kulturzeitschrift «Davoser Revue» beleuchtet in der neusten Ausgabe die Entstehung der Rhätischen Bahn. Die Themenwahl erfolgt nicht von ungefähr: 1890 wurde die erste innerbündnerische Bahnlinie, die Strecke von Landquart nach Davos, eröffnet.

Die wohl berühmteste Bündner Bahnreise findet in der Literatur statt: Hans Castorp, die Hauptfigur aus Thomas Manns Roman «der Zauberberg», fährt im Jahr 1907 von Landquart nach Davos. Dieser Fahrt in die «heilig-phantasmagorisch sich türmende Gipfelwelt des Hochgebirges» geht eine zweitägige Reise von Hamburg über die süddeutsche Hochebene an den Bodensee voraus. Hier, am sogenannten Schwäbischen Meer, setzt nun die Frühlingsausgabe der «Davoser Revue» ein: In einer historisch-fiktiven Reportage beleuchtet die Kulturzeitschrift das neuartige Reisen auf der 1858 eröffneten Bahnstrecke von Rorschach nach Chur.

Die «Davoser Revue» zeigt in der neuen Ausgabe auch detailliert auf, warum es noch Jahrzehnte dauerte, bis die erste innerbündnerische Bahnstrecke, jene von Landquart nach Davos, den Betrieb aufnahm. Zudem wird thematisiert, warum die erste innerbündnerische Bahnstrecke nicht wie geplant von Davos aus über den Scalettapass ins Engadin und weiter nach Süden geführt wurde.

Neben der Entwicklung der Schmalspurbahn Landquart-Davos zur heutigen Rhätische Bahn werden in der «Davoser Revue» auch Bahnhöfe und Bahnhofbuffets thematisiert. Vorgestellt wird zudem eine Modelleisenbahn mit der Nachbildung der Bündner Bahnstrecken im Dampfzeitalter.