Die Schatzalp

Wie eine alpine Arche gleitet das einstige Sanatorium und heutige Hotel «Schatzalp» seit rund 120 Jahren durch die Zeit. Nun widmet die «Davoser Revue» dem einzigartigen Bau oberhalb von Davos eine ganze Ausgabe.

Bis in den Spätherbst 1899 arbeiten Hunderte italienische Arbeiter auf der Schatzalp. Im Sommer 1898 errichten sie eine künstliche Geländeterrasse, im Jahr darauf einen Stahlbetonbau mit einer 100 Meter langen Fassade. Bereits an Weihnachten 1900 erscheinen im neuen Sanatorium «Schatzalp» Adlige und Vermögende zur Kur gegen die Tuberkulose. Sie liegen auf windgeschützten Veranden an der frischen Luft, speisen in einem vornehmen Jugendstilsaal oder promenieren durch die 100 Meter lange Wandelhalle davor.

Doch ein halbes Jahrhundert später neigt sich die Blütezeit von Davos als Tuberkulose-Kurort dem Ende entgegen. Aus dem Sanatorium «Schatzalp» wird schliesslich ein Hotel. Doch nahezu unverändert thront die «Schatzalp» noch heute in derselben vornehmen Zurückhaltung wie einst rund 300 Höhenmeter über Davos Platz.

Ein Sanatorium oder ein Gebirgsdampfer?

Nun beleuchtet die «Davoser Revue» die Geschichte und die Gegenwart der «Schatzalp». In einer grossen Reportage geht die Kulturzeitschrift zuerst der Frage nach, was die «Schatzalp» überhaupt ist. Die längliche Form und die Schornsteine würden an einen Ozeandampfer erinnern, schreibt die «Davoser Revue». Die leicht zu reinigenden und zu desinfizierenden Zimmer würden wiederum auf ein Sanatorium hinweisen. Dann kommt die «Davoser Revue» zum Schluss, dass die Schatzalp eine alpine Arche sei, die etliche Gegenstände und Geschichten von einst in die Gegenwart gerettet habe.

Tatsächlich bildet die «Schatzalp» ein historisch einzigartiges Ensemble. Nach wie vor flankieren die Liegehallen von 1900 den Bau, und nach wie vor finden sich im Inneren Gemälde und Glaserarbeiten aus der Zeit des Jugendstils.

Beleuchtet wird in der «Davoser Revue» auch die Gegenwart der «Schatzalp» als Hotelbetrieb. So finden sich im 64-seitigen Heft Porträts verschiedener Mitarbeitenden sowie Berichte über den botanischen Garten, das Alpinum, und die zum Hotel gehörenden Gastronomiebetriebe «Strela-Alp» und «Strela-Pass». Zudem wird mit der Schatzalp-Bahn die älteste Standseilbahn Graubündens vorgestellt.

Wer noch mehr zur Geschichte der Bahn in Graubünden erfahren will: Die «Davoser Revue» wird die erste Bündner Bahnlinie, jene von Landquart über Klosters nach Davos, in der Frühlingsausgabe thematisieren.