Der Gipfel

Die «Davoser Revue» widmet sich in ihrer jüngsten Ausgabe der Bergwelt. Unter dem Titel «Der Gipfel – Geschichten vom Berg» untersucht sie das Verhältnis von Mensch und Berg. Ausgangspunkte für die Streifzüge durch die Gebirgswelt sind unter anderem die Werke des Bündner Künstler Conrad Jon Godly.

Porträtiert wird etwa die erste Seilschaft, die 1866 den Gipfel des Tinzenhorns erreichte; eine Seilschaft, die mit britischen Sportsgeist, mit französischer Sprache und bündnerischer Ortskenntnissen fast schon exemplarisch für all die Erstbesteigungen in Graubünden steht. Ein weiterer Artikel zeigt allerdings auch auf, dass noch vor den internationalen Seilschaften schon diverse lokale Pfarrherren auf Berggipfeln standen; in Graubünden etwa Pater Placidus à Spescha, die reformierten Pfarrer Nicolin Sererhard, Johannes Catani und Luzius Pol und der Davoser Pfarrer Johannes Hauri.

Porträtiert wird auch die Davoser Bergsteigerfamilie Reiss, aus der auch Ernst Reiss stammt, der Erstbesteiger des Lhotse, des vierthöchsten Bergs der Welt. Insgesamt gelangen dem Davoser Alpinisten 22 Erstbesteigungen und Erstbegehungen. Zusammen mit seinen Brüdern Stefan und Walter unternahm Ernst Reiss auch schon früh gewagte Wintertouren in den Bergen rund um Davos.

Wie Berg und Bewusstsein zusammenhängen, das untersucht die Davoser Traditionszeitschrift ausgehend von den Werken Conrad Jon Godlys. Der Bündner Künstler belebt seit einigen Jahren die nahezu in Vergessenheit geratene Bergmalerei neu – und stellt damit auch Fragen nach der Wahrnehmung und nach dem Existenziellen der Berge an sich.

Hier gehts zum Inhaltsverzeichnis. Und hier kann man die «Davoser Revue» auch gleich bestellen.